Unsere Mission
Wir glauben an die Kraft der Veränderung hin zu einem respektvollen und geschlechtergerechten Miteinander, in dem die Würde aller Menschen gleichermaßen anerkannt wird – auch mit Blick auf das Wohl künftiger Generationen. Wir arbeiten daran, diesem Ziel näherzukommen, indem wir gesellschaftliche Haltungen und Werte hinterfragen, Politik und Justiz sensibilisieren und Menschen ermutigen, aktiv zu werden. Denn ein fürsorgliches und respektvolles Miteinander ist möglich – wenn wir es gemeinsam gestalten.
Unser Engagement konzentriert sich auf drei Bereiche: Hilfe für Betroffene, wirksame Gewaltprävention und die Veränderung von Strukturen, die geschlechterbezogene und sexualisierte Gewalt begünstigen.



Betroffenen helfen +
Mekriba fördert Projekte, die sich für Menschen einsetzen, die sexualisierte Gewalt erlebt haben. Betroffene sollen auf ihrem Weg in ein stabiles, selbstbestimmtes Leben unterstützt werden.
Gefördert werden Einrichtungen und Initiativen, die therapeutische, beratende und stabilisierende Angebote bereitstellen – insbesondere auch solche, die kreative und körperorientierte Zugänge nutzen. Dazu gehören etwa Tanz und Bewegung, darstellende Kunst, Musik und Rhythmus, Theater und Naturerleben. Solche Ansätze können Betroffene dabei unterstützen, (wieder) Vertrauen in den eigenen Körper und in das Leben zu entwickeln.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Projekten, die sich mit den langfristigen Folgen sexualisierter Gewalt befassen – etwa im familiären Umfeld. Ziel ist die Linderung psychischer, sozialer und körperlicher Belastungen. Auch Angebote, die Betroffene beim Zurechtkommen in gesellschaftlichen Systemen wie Schule, Ausbildung oder Arbeitswelt unterstützen, können gefördert werden.
Mekriba eröffnet Wege aus der Gewalterfahrung und ermöglicht Unterstützung. Unsere Botschaft: Positive Veränderung, Linderung und auch Heilung sind möglich.
Gewalt verhindern +
Mekriba fördert Projekte, die sexualisierte Gewalt frühzeitig verhindern – durch Aufklärung, Sensibilisierung und strukturelle Veränderungen. Prävention beginnt mit Information und Bildung: Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene lernen, wo ihre eigenen Grenzen und die der anderen liegen – und wo sie Hilfe finden, wenn diese verletzt werden. Angesichts der zunehmenden Verlagerung sexualisierter Gewalt in digitale Räume müssen diese in die Präventionsarbeit einbezogen werden. Fachkräfte, Eltern, Lehrkräfte, andere Bezugspersonen spielen eine zentrale Rolle. Sie tragen Verantwortung dafür, Übergriffe frühzeitig zu erkennen, zu benennen, Unterstützung anzubieten – und ihnen vorzubeugen. Gleichermaßen gefordert sind Personen aus Justiz, Polizei und dem Gesundheitswesen. Von ihnen braucht es konsequentes Handeln, Sensibilität und die Bereitschaft, bestehende Strukturen kritisch zu hinterfragen.
Ein Schwerpunkt liegt auf altersgerechter sexualpädagogischer Bildungsarbeit. Denn sexuelle Bildung und Prävention gehören untrennbar zusammen. Studien belegen die Wirksamkeit sexualpädagogischer Angebote bei der Verhinderung sexualisierter Gewalt. Mekriba unterstützt Projekte, die junge Menschen altersgerecht begleiten. Sexualisierte Gewalt wird durch Machtungleichgewichte begünstigt, die in patriarchalen Strukturen verankert sind. Prävention bedeutet auch, solche Strukturen sichtbar zu machen und aufzubrechen.
Wichtig ist uns dabei eine intersektionale Perspektive einzunehmen, denn besonders gefährdet sind Personen, die mehrfach marginalisiert sind, wie etwa Menschen mit Behinderung, von Armut betroffene Menschen, People of Color oder LSBTIQ* Personen. Diese Gruppen haben nicht nur ein erhöhtes Risiko, sondern auch größere Hürden beim Zugang zu Schutz und Hilfe. Eine wirksame Prävention muss diese Unterschiede mitdenken.
Strukturen verändern +
Mekriba setzt sich für strukturelle Veränderungen auf den Ebenen Politik, Gesellschaft und Kultur ein, um sexualisierter Gewalt langfristig vorzubeugen. Es geht darum, die Ursachen von sexualisierter Gewalt transparent zu machen und das Thema in der Gesellschaft zu enttabuisieren. Das gelingt durch Aufklärung, Sensibilisierung und die Förderung des Dialogs – sowohl über die bestehenden Machtverhältnisse und die darin verankerten Geschlechterrollen als auch über die Notwendigkeit, diese zu verändern. Wirkliche Geschlechtergerechtigkeit ist nur möglich, wenn wir unser Verständnis von Männlichkeiten und Weiblichkeiten kritisch hinterfragen – und erkennen, dass Gewalt oft dort entsteht, wo gesellschaftliche Vorstellungen von Männlichkeit mit Macht, Härte und Kontrolle verknüpft sind.
Essenziell für unser Bewusstsein und die Grundlage für Veränderung ist unsere Sprache: Menschen sollen befähigt werden, über sexualisierte Gewalt zu sprechen. Damit einher geht die Förderung von Öffentlichkeitsarbeit, die dazu beiträgt, das Thema ins gesellschaftliche Bewusstsein zu rücken.
Gleichzeitig fördert die Stiftung Forschung und wissenschaftliche Herangehensweisen zu Ursachen, Auswirkungen und Prävention von sexualisierter Gewalt, um neue Präventionsstrategien und Unterstützungsangebote zu entwickeln.
Mekriba fordert politisches Handeln gegen sexualisierte Gewalt, gegen den Rückbau von Gleichberechtigung und das Erstarken demokratiefeindlicher, patriarchaler Strukturen.
Wir erwarten klare Antworten der Politik auf diese Entwicklungen und entschlossene Maßnahmen für mehr Geschlechtergerechtigkeit.